Pilz des Jahres 2016

2015 wurde von der DGfM e.V. mit der Becherkoralle ein Pilz gewählt, der auf die intensivere Nutzung des Holzes aus unseren Wäldern in Zusammenhang mit der geänderten Energiepolitik hinwies. 2016 ist es ein Pilz, der auf die fortschreitende Grünlandintensivierung und des damit verbundenen Artenverlust aufmerksam machen soll. Der essbare Lilastieligen Rötelritterling oder auch Masken-Ritterling (Lepista personata) ist mit Schwerpunkt Oktober bis November noch relativ häufig, auf zu meist extensiv genutzten Wiesen, anzutreffen. Er zeigt aber eine deutliche Rückläufigkeit der Nachweise und sollte deshalb geschont werden. Aber auch ein anderer Grund ist dafür ausschlaggebend, dass er zum Pilz des Jahres 2016 gekürt wurde. Die Art gilt als endemisch in Europa. Deutschland liegt im Arealzentrum der Verbreitung von Lepista personata und trägt deshalb eine besondere Verantwortung für den Schutz und Erhalt. Mehr zu den Verantwortungsarten kann man erfahren, wenn man das Beiheft 13 der Zeitschrift für Mykologie der DGfM bestellt und studiert.

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Auch wenn in Sachsen 159 Nachweise bekannt sind, war und ist die Art nicht häufig und zu meist nur in wenigen Exemplaren anzutreffen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass keine deutliche Rückläufigkeit zu erkennen ist. In den Hauptverbreitungsgebieten wie z.B. Thüringen, wo der Lilastielige Rötelritterling ein beliebter Speisepilz war, sieht dies ganz anders aus.

Peter Welt

Mehr zum Pilze des Jahres 2016 können Sie hier erfahren.
www.dgfm-ev.de/2016-lepista-personata-fr-cooke-1871-lilastieliger-r%C3%B6telritterling-0