Pilz des Jahres 2026: Igelstachelbart (Hericium erinaceus (Bull.) Pers.)

Foto: Frank Dämmrich

Der Igelstachelbart, auch bekannt unter Namen wie Yamabushitake, Löwenmähne, Pom-Pom blanc oder Affenkopfpilz, kommt vor allem in Laubwäldern mit hoher Luftfeuchtigkeit vor. Er wächst als holzzersetzender Weißfäulepilz an frischem Totholz, meist an Buchen oder Eichen. Obwohl er ein beliebter Speisepilz ist, sollten die Wildbestände aus Naturschutzgründen geschont werden. Als Kultur- und Heilpilz gewinnt er jedoch zunehmend an Bedeutung und Bekanntheit.

Die Fruchtkörper des Igelstachelbarts sind weißlich bis gelblich, derb und knollenförmig, manchmal seitlich gestielt. Sie erreichen einen Durchmesser von 10 bis 30 cm. An der Unterseite befinden sich 2 bis 5 cm lange, herabhängende Stacheln, die die Fruchtschicht des Ständerpilzes (Basidiomyceten) bilden. Die Stachelbärte (Hericium) gehören zur Ordnung der Täublingsartigen (Russulales). Das Sporenpulver ist weiß. Die Oberseite ist faserig oder mit kurzen, sterilen Stacheln besetzt. Das weiße Fleisch ist etwas zäh und hat eine faserige Konsistenz.

Der Pilz ist in Deutschland stark gefährdet (RL 2). In Sachsen ist der Igelstachelbart nur von sehr wenigen Standorten bekannt.

sachsen.pilze-deutschland.de/organismen/hericium-erinaceus-bull-pers-1797


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